Grauburgunder und Lammbraten


29|04|2017   Im Emsland wächst kein Wein. Nirgends! Im Emsland wird Korn getrunken. Und Bier - meist zusammen und in dieser Reihenfolge und viel davon. Wen wundert’s: Es war der Doppelkorn, der das nördliche Flachland weit über seine Grenzen hinaus bekannt gemacht hat. 1758 gründete Ratsherr Johann Bernhard Tobias Berentzen im emsländischen Haselünne eine Kornbrennerei. 25 andere „Fuselbrenner“ gibt es damals bereits in der kleinen Schnapsmetropole - die Berentzen Brennerei ist besonders erfolgreich. Nationale und internationale Bekanntheit erlangt das Unternehmen 1976 durch die Einführung des Apfelkorns, einem Mischgetränk aus Weizenkorn und Apfelsaft. „Berentzen Apfelkorn gilt als erfolgreichste Neueinführung einer Spirituose in Deutschland seit dem Zweiten Weltkrieg und wird seit 1979 auch in das Ausland exportiert“, weiß Wikipedia. Das Emsland und seine Geschichte(n) . . .

Und was macht man, wenn man als Weintrinker für ein paar Tage ins Emsland fährt? Ganz klar: Man nimmt auf jeden Fall ein paar Flaschen Rebensaft mit. Zur Sicherheit, man weiß ja nie. Tagelang nur Korn und Bier - das steckt die geschulteste Leber nur bedingt gut weg. Und auch für den Gaumen ist’s gut. Schließlich ist die Craft Beer-Braukunst im Emsland genauso verbreitet wie die Winzerei - also (meines Wissens) gar nicht. Mit großer geschmacklicher Vielfalt wird man also auch in Sachen Bier nicht rechnen dürfen. Obwohl: Erwähnt sei en Passant, das Gastronom und Biersommelier Markus Quadt in seiner Alten Posthalterei in Lingen ein riesiges und ungewöhnliches Angebot an Bieren und Craft Beer aus aller Welt bereit hält und unter anderem Bierproben, Biermenüs und einen Bierverkauf außer Haus im eigenen Bierladen anbietet.

Welcher Wein zu welchem Essen


Nun, genug der Ab- und zurück zu den Ausschweifungen: Als ich also jüngst über Ostern ins Emsland reiste, um ein paar Tage bei einem Teil meiner Geburtsfamilie zu verbringen, klapperten im Kofferraum meines Autos selbstredend einige Flaschen Wein, ebenso selbstredend zuvorderst aus meiner Heimatregion Nahe und dem direkt benachbarten nördlichen Rheinhessen und ebenso selbstredend zuvorderst Weißwein. Wieso das? Nicht, weil es an der Nahe keine guten Roten gäbe, sondern weil es vom roten Rebensaft im emsländischen Familienhaushalt viele gibt (zumeist ausländische), aber vom weißen wenige. Ein bisschen „Entwicklungsarbeit“ in Sachen Weißwein ist also angesagt - und von der will ich hier kurz erzählen. Warum?

Weinrallye: Mit Nahe- und Rheinhessenwein ins Emsland reisen

„Meine kulinarische Ostergeschichte“ ist die WEINRALLYE #109 überschrieben, eine Schreibreihe für Food & Wine-Blogger, deren 109. Auflage von Dorit Schmitt auf Ihrem CHÂTEAU et CHOCOLAT Foodblog ausgerichtet wird.

Weinrallye 109

 Was gab es Ostern 2017 zu essen, welche Weine und andere Getränke wurden dazu genossen? „Handykamera zücken und ein Foto vom Essen und dem Getränk machen!“, forderte Dorit zur Teilnahme auf. Dem kam ich nach. Hier der Blogbericht zu meiner Osterreise in eine kleine emsländische Gemeinde (zwischen Lingen und Haselünne gelegen), bei der ich Nahewein ins Emsland trug.

Götterspeise mit Vanillesauce


 Drei Naheweine, ein Rheinhesse, ein Spanier

Und das hatte ich im Gepäck: Ein paar gute und vergleichsweise günstige (alle unter 10 Euro) weiße Gutsweine von der Nahe und einen aus Rheinhessen sowie - dann doch - einen Rotwein (weil ich den jüngst des Öfteren trinke und einmal der Familie präsentieren wollte), als da wären:

  • Die Weißweincuvée „Mahlzeit“ Jahrgang 2015 vom Weingut Korrell Johanneshof aus Bosenheim / Nahe
  • Den Weißburgunder Gutwein Jahrgang 2016 vom Weingut Lindenhof in Windesheim / Nahe
  • Den Grauburgunder Gutswein Jahrgang 2015 vom Wein- und Sektgut Bamberger in Meddersheim  /  Nahe
  • Einen Grauburgunder Gutswein Jahrgang 2016 vom Weingut Wagner-Stempel in Siefersheim / Rheinhessen
  • Die Rotweincuvée „Rebellia“ Jahrgang 2015 aus Utiel-Requena / Spanien

Eingepackt hatte ich die Flaschen „blind“, also ohne zu wissen, was es an den Osterfeiertagen zum Essen geben würde. Für die „Bekochung“ der Familie war meine Mutter zuständig, die mit gelegentlicher Unterstützung von weiteren Familienmitgliedern gekonnt in der Küche Regie führte. Aus der kamen dann einige wohlschmeckende Gerichte, zu denen die allesamt kombinationsfreudigen Weine durchweg eine gute Figur machten. Und hier die Paarungen des (Gaumen)Tanzes:

Knoblauch und Rotwein


Ostermenü Nr. 1

Los ging die Schlemmerei mit einer klassischen Tomatensuppe gefolgt von Spaghetti mit einer scharfen Gemüsesalsa, zum Dessert stand eine Griesflammerie, die aufgepuderte Schwester des Greisbreis, auf dem Menüplan.

Tomatensuppe und der Wein Mahlzeit


Zur Tomatensuppe lag der Griff zur Weißweincuvée „Mahlzeit“ vom Weingut Korrell Johanneshof nahe. Die leichte, unkomplizierte trockene Cuvée mit niedrigem Alkoholgehalt erweist sich immer wieder als vielfältig einsetzbarer Essensbegleiter. Der Wein, in dem Rivaner (Müller-Thurgau), Weißburgunder und Riesling den Ton angeben, schmiegt sich durch seine Frucht (Birne, Zitronengras, gelbe kanarische Melone, dezente Muskateller-Note) und die moderate Säure sehr gut an die Tomaten an. Zugleich stellt „Mahlzeit“ einen gelungenen Übergang zum nächsten Gang dar, denn auch mit der scharfen Gemüsesalsa hat der schmelzig-fruchtige und sehr „trinkige“ Wein leichtes Spiel.


Weißburgunder und Pasta


Schwups, die Flasche „Mahlzeit“ ist leer, zu den Spaghetti wird nun der Weißburgunder Gutswein Jahrgang 2016 vom Weingut Lindenhof aufgeschraubt. In Sachen Essensbegleitung ist der Weißburgunder eine Allzweckwaffe - was sich auch hier beweist. Der Gutswein bringt ausreichend Körper und Schmelz mit, um der durch Chilischoten „angeschärften“ Gemüse-Salsa Parolli bieten zu können. In der Nase verströmt der Wein Birnenduft, am Gaumen gesellen sich Zitrusnoten, ein Duft nach Heu und würzige Komponenten dazu, im Nachhall klingt eine Spur Aprikose an. Passt!

Botucal Rum und Griesflammerie


Die Griesflammerie bleibt unbegleitet, dafür schließt sich eine Perle aus der Spitituosen-Schatzkammer meines Bruders an, und zwar ein besonderer Rum. Der Botucal Rum Reserva Exclusiva* (der überall sonst auf der Welt Ron Diplomatico heißt - Begründung siehe hier) stammt aus Venezuela und ist Kennern zufolge (zähle ich mich nicht zu) einer der bemerkenswertesten Rums des Planeten. Der Botucal Reserva Exclusiva ist ein Blend aus vielen schweren, hochwertigen Rum-Sorten und bringt 40 Volumenprozent Alkohol auf die Waage. Der rotbraun im Glas funkelnde Rum riecht faszinierend nach Rosinen und weißem Nougat, Honig, Orangenschale und Beeren. Am Gaumen drängt zunächst die Süße des Botucal nach vorne, zunächst dominieren Karamell und eine Spur Vanille, Zuckerrohr, Honig und Rosinen, dann funkeln fruchtige Noten von getrockneter Aprikose und Orange, von Weintrauben, Pflaumen und schwarzen Johannisbeeren sowie Schokoladen-Noten und ein Hauch Meersalz auf. Mein Urteil: Ein feiner Stoff zum tief hineinschnüffeln und sich darin versenken. Reich mal die Flasche rüber, ich nehm‘ noch ein Gläschen!


Ostermenü Nr. 2

Tag zwei der Osterschlemmerei: Auf dem Speiseplan stehen ein Zucchini-Süppchen, Lammrücken mit Ofenkartoffeln und Salat sowie eine Granatapfel-Götterspeise mit Vanillesauce - alles hausgemacht, so wie sich das gehört.

Lammrücken und Grauburgunder


Den Bogen von Suppe zu Lammrücken schlägt hier der Grauburgunder Gutswein 2015 vom Wein- und Sektgut Bamberger. Das gelingt ihm spielend, der von Birnenfrucht, würzigen und zart nussigen Aromen durchwobene Wein schmiegt sich eng an die würzigen Komponenten der Zucchinisuppe und des Lammrückenbratens. Schwups, die Flasche ist schnell leer, nun hat der „Rebellia“ 2015 aus Spanien - der erste Rote in dieser Verkostungsreihe - seinen Auftritt zum Lamm.

Lammrücken


Erstmals probiert hatte ich diese Cuvée aus den Rebsorten Garnache, Bobal und Tempranillo vom Jahrgang 2014, fand ich ganz ordentlich. So richtig angesprungen hat mich dann aber der Jahrgang 2015, der nochmals eine Klasse komplexer und ausgewogener schmeckt und für einen Roten der Klasse um die 7 Euro ein echten Preis-Leistungsshammer ist.

Lamm und der Rotwein und Rebellia


Rote Früchte (Kirsche, Waldbeeren), eine feste, aber nicht bissige Säure, feinkörniges Tannin, zarte Waldboden und Champignon-Noten sowie eine sehr dezente Holznote lassen dem Lammrücken Raum zur Entfaltung der zarten Fleischaromen und nehmen die Würze der Bratenkruste sehr schön auf. Lamm und „Rebellia“ - das passt.

Lammrücken im Ofen gegart



Ups, die Flasche ist schon wieder leer? Tatsächlich! Wie gut, dass mein Bruder auch ein paar Spanier im Keller hat, er entkorkt noch schnell eine Falsche Avior Crianza 2014 aus dem Rioja. 100 Prozent Tempranillo, zwölf Monate in amerikanischer Eiche. Amarena-Kirsche, Himbeere, Vanille, ein Tick Marzipan und ein feiner Holztouch - passt!

Seeblick Longue Aussicht


Nordsee-Flair gibt es anderntags zum Frühstück spendiert, es geht zum Brunch in die gerade neu fertiggestellte Seeblick-Longue des Restaurants Deichkrone am Speicherbecken Geeste. Deichkrone? Tatsächlich, der etwa zwei Kilometer lange und an der breitesten Stelle 1,3 Kilometer breite künstliche See liegt 15 Meter höher als das umgebende Gelände und wird von einem Deich umfasst. Der See mit 850 Meter langem Sandstrand und angrenzendem 50 Hektar großes Feuchtbiotop hat sich zu einem beliebten Naherholungsgebiet entwickelt, das unter anderem mit Wassersportmöglichkeiten wie Baden und Segel, Windsurfen und sogar Tauchen bietet.

Restaurant-Deichkrone


Für einen Brunch ist die neue Seeblick-Longue trotz ihrer Größe eine angenehme und attraktive Adresse, das Speiseangebot ist ausgesprochen vielfältig, wohlschmeckend und schön präsentiert.

Am See in Geeste Emsland


Klar, dass sich nach so einem Schmaus bei dieser Location ein kleiner Spaziergang über die Deichkrone entlang des Sees anschließt.

Ostermenü Nr.3

Finale: Am letzten Tag des Besuches wird ein Burgundergulasch in den Ofen geschoben. Dazu passt doch nur ein Rotwein? Mitnichten. Der Grauburgunder Gutswein Jahrgang 2016 vom rheinhessischen Weingut Wagner-Stempel wird aufgeschraubt und erweist sich als ausgesprochen treffende Wahl.

Grauburgunder und Gulasch


Das Weingut Wagner-Stempel liegt in der rheinhessischen Schweiz im nordwestlichen Zipfel von Rheinhessen, die quasi direkt an das Weinbaugebiet Nahe angrenzt. Das Gut habe ich bereits vor einigen Jahren für mich entdeckt und auf meine Favoritenliste gesetzt, zwar auch wegen der Nähe zu meinem Wohn- und Arbeitsmittelpunkt, aber zuvorderst wegen der bemerkenswerte Güte der Weine. Viele der Tropfen von Daniel Wagner wachsen auf Vulkangestein-Verwitterungsböden, wie man sie auch an der mittleren Nahe vorfindet. Wegen dieses Umstandes und der Handschrift der Gewächse aus dem Familienweingut Wagner-Stempel bin ich geneigt zu sagen, dass Daniel Wagner die naheländischsten aller rheinhessischen Weine vinifiziert. 

Der Grauburgunder Gutswein 2016 (knapp unter 9 Euro) markiert bereits die Klasse der Weine, die im Siefersheimer Gut erzeugt werden. Der Wein ist ein herrlich strukturierter Menübegleiter, der es aufgrund seines Schmelzes, seiner bereits jetzt sehr balanciert und reif wirkenden Säure und der inneren Harmonie locker mit dem Burgundergulasch aufnehmen kann. In der Nase springen Birne und reife gelbe Frucht hervor, am Gaumen wird das Aromenspiel um Quitte, Apfel, gelbe Melone und den Duft von weißen Blüten erweitert, im Abgang überraschen Zitrusnoten und grüne Aromen, die sich sehr schön mit dem Geschmack des Salats verschränken, der zum Gulasch gereicht wird.

Chardonnay und Götterspeise


Weil der Wein schon wieder rasend schnell knapp wird, holt mein Bruderherz noch eine Flasche Varané Chardonnay 2016 aus Navarra an den Tisch - nicht schlecht für einen spanischen Weißen (sehr fruchtig, Aprikose, Pfirsich, Birne, Honig, etwas Gras und Orange, im Nachhall trockene und kalkige Anmutung), aber doch mindestens anderthalb Gewichtsklassen unter dem Grauburgunder aus Rheinhessen agierend. Der Wein von Wagner-Stempel ist wesentlich komplexer und finessenreicher, er wirkt zugleich in sich ruhend und expressiv, füllig und quicklebendig - ein tolles und hohes Niveau für einen Gutwein und ein schönes Ausrufezeichen zum Abschluss der Osterschlemmerei 2017. So darf es 2018 ruhig weiter gehen!


Pasta kochen auf dem Gasgrill

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Provencalisches Rinderragout oder Daube provencale


27|04|2017   Schmorgerichte gehen nur im Herbst und Winter? Wer behauptet das? Papperlapapp! Ja, durch ihre „Fleischeslust“, der zumeist kräftige Statur, der Würze und Wärme und nicht zuletzt durch die sämigen, dickflüssigen Saucen sind Schmorgerichte in der kalten Jahreszeit fraglos ein besonderer Freudentaumel für die Seele. Doch auf diesen in der wärmeren Jahreszeit zu verzichten, wäre ebenso unnütz wie frevelhaft. Keine Bange, es sei Dir versichert: Schmorgerichte lassen sich auch mit einer gewissen sommerlichen Leichtigkeit zubereiten - und zum Beweis schicke ich heute eine genau derart gestricktes provençalischen Rinderragout (Daube provençale oder Boeuf en daube provençale) ins Rennen.


Vive la Provence! Rinderragout südfranzösischer Art - mit Mut zum Spagat


Seine Verwurzelung in der sommerlichen südfranzösischen Küche verrät dieses Daube (von Französisch dauber = schmoren) speziell durch seine sehr leichte, frische und fruchtige Sauce, die an die Herkunft dieses speziellen Schmorgerichtes erinnert. Denn in seinen Ursprüngen wurde das Daube zusammen mit Weißbrot wie eine Suppe gegessen. Ein südfranzösischer Rotwein, Gewürze wie Thymian und schwarze Oliven sowie feine Zitrusaromen von der Orange sorgen dafür, dass das Daube zu einem mediterranen Wonneproppen wird. Einer Idee von Wolfram Siebeck folgend wagen wir mit diesem Daube-Rezept aber auch einen Spagat, denn ich ersetze die schwarzen Oliven durch Steinpilze und Speckscheiben. Auf diese Weise hole ich einen Hauch von Herbst und Winter in das Schmorgericht, das dadurch wunderbar zwischen Sommerfrische und herbstlichen Würze chargiert.

Und was zu diesem Daube dazu servieren? Ein schönes Baguette oder - wie hier auf den Fotos zu sehen - kross angebratene Polentawürfel. Das Rezept für Letztere findest Du in meinem Blogbeitrag Tanz' die Polenta-Polka!
Was wäre sonst noch zu erwähnen? Wie bei allen einfachen Gerichten ist für ein gutes Daube eines ganz besonders entscheidend: die Güte der verwendeten Produkte. Besorge Dir also ein feines Stück Fleisch von einem „glücklichen Rind“, zudem frische Zutaten und einen Rotwein, der ruhig einfach (Land- oder Gutswein), aber geschmacklich tadellos sein sollte. Was Du noch brauchst, ist zudem etwas mehr Zeit für die Marinade und ebenso für eine ausreichend lange und langsame Garung auf kleiner Flamme.

Provencalisches Schmorfleisch oder Daube provencale


Rezept für provençalisches Rinderragout - Daube provençale


ZUTATEN  |  für 4–6 Personen

  • ca. 1,5 kg Rind (Schulter, „Falsches Filet“, Tafelspitz)
  • 40 g getrocknete Steinpilze
  • 6 EL Olivenöl
  • Salz und schwarzer Pfeffer
  • 2 rote Chilischoten
  • 4 Tomaten
  • 4 Karotten
  • 4 Schalotten
  • 2 Koblauchzehen
  • 1 kleines Lorbeerblatt
  • 6 Thymianzweige
  • 2 Streifen Orangenschale
  • 16 Scheiben luftgetrockneter Schinken 


Für die Marinade

  • 1 Zwiebel
  • 1 Selleriestange
  • 2 Möhren
  • 2 Knoblauchzehen
  • 8 Thymianzweige
  • 6 Wacholderbeeren
  • 6 Pfefferkörner
  • 6 Pimentkörner
  • 1 Orange
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1 Flasche leichten Rotwein (z. B. Côtes de Provence od. Côtes du Rhône)
  • 400-500 ml Fonds (Rind oder Kalb)


ZUBEREITUNG  |  4 St. (plus 12 St. Marinierzeit)

  1. Schneide am Vortag das Fleisch in gleichmäßige Stücke die ungefähr doppelt so groß sind, wie Du Sie später gerne auf der Gabel hättest. Die Zwiebel, Karotten und Selleriestange putzen und in grobe Stücke schneiden. Die nicht geschälten Knoblauchzehen mit dem Handballen andrücken, die
  2. Thymianzweige zupfen, die Wacholderbeeren, Pfeffer- und Pimentkörner in einem Mörser grob anstoßen. Von der Orange zwei breitere Streifen von der Schale abziehen (z. B. mit einem Trüffelhobel) und diese für die spätere Verwendung beiseite legen. Dann die Frucht auspressen. Alles zusammen mit dem Lorbeerblatt auf die Fleischwürfel geben und den Wein, den Fonds und Orangensaft angießen. Über Nacht abgedeckt im Kühlschrank für mindestens 10 bis 12 Stunden marinieren.
  3. Die Steinpilze gründlich waschen und anschließend in 500 ml handwarmem Wasser mindestens 3 Stunden einweichen. Das fertig marinierte Fleisch herausnehmen, die Marinade durchsieben. (Das Gemüse und die Gewürze aus der Marinade werden nicht mehr benötigt.)
  4. In einem Schmortopf 3 El Olivenöl erhitzen. Die Fleischstücke nun portionsweise (je nach Topfgröße ca. 5–6 Stück) gut mit Küchenkrepp abtrocknen und im Topf kräftig anbraten. Herausnehmen, leicht salzen und pfeffern. Sind alle Stücke angebraten, das Fleisch zurück in den Topf geben und von der Marinade angießen, bis das Fleisch bedeckt ist. Kurz aufkochen, dann zudecken und auf kleinster Flamme auf dem Herd garen. (Alternativ in den vorgeheizten Backofen stellen und bei 150° Ober-/Unterhitze auf der untersten Schiene schmoren.) Den Deckel ein winziges Stück schräg auflegen, so dass etwas Flüssigkeit verdampfen kann. Als Schmorzeit rechne mit rund 3 Stunden.
  5. Die Chilischoten waschen, längs aufschneiden und entkernen, die Tomaten enthäuten, entkernen und würfeln. Beides zusammen mit den abgesiebten Steinpilzen nach 30 Minuten in den Schmortopf geben. Nach 90 Minuten die beiden Chilischoten entfernen. Die Karotten schälen und in kleine Würfel (ca. 5 mm Kantenlänge) schneiden, die Schalotten schälen und in dünne Streifen schneiden, die Knoblauchzehen schälen. Alles in 2 EL Olivenöl in einer kleinen Pfanne sanft andünsten (4–5 Min.), beiseite stellen. Nun von Zeit zu Zeit den Gargrad des Fleisches testen. Anders als bei vielen anderen Schmorgerichten wird das Fleisch nicht komplett mürbe geschmort, sondern nur so lange, bis es zwar gar ist, aber noch nicht zerfällt. Die Fleischwürfel behalten also einen gewissen Grad an Härte. Rund 30 Min. vor dem Ende der geschätzten Schmorzeit gibst Du die vorbereitete Karotten-Schalotten-Knoblach-Mischung mit in den Topf.
  6. Das Lorbeerblatt, die Thymianzweige und die Streifen Orangenschale in einen Papierteebeutel geben, mit Küchengarn zubinden und ca. 15 Min vor Ende der Schmorzeit in den Topf legen. Sobald die Schmorflüssigkeit eine dezente Orangennote angenommen hat, das Säckchen wieder entfernen. Die Sauce des Daube weist auch gegen Ende der Garzeit nur eine geringe Bindung auf und bleibt recht flüssig - aber genau so soll es bei diesem Gericht auch sein. Die Sauce behält ihren aromatischen, frischen und frugalen Charakter. Mit Salz und schwarzem Pfeffer final abschmecken.
  7. Die Schinkenscheiben in einer Pfanne anbraten und zum Daube provençale servieren. Außerdem Weißbrot (Baguette) oder - wie auf dem Foto zu sehen - angebratene Polenta-Würfel dazu servieren. Das Rezept für die Würfel findet hier in meinem Rezept für drei Polenta-Zubereitungen.
 
Provencalisches Rindergulasch mit Polenta

 

Weintipp zum Daube gesucht? 

Hab‘ ich in petto - reiche ich in Kürze nach.

Grillmeisterschaft in Gensingen


24|04|2017   Die Sieger der "Gensinger Grillmeisterschaften 2017" stehen fest: Mit hauchdünnem Vorsprung sicherten sich die "Gensinger Bube" den Titel. Insgesamt buhlten am vergangenen Samstag auf dem Gensinger Globus-Gelände acht Teams aus ambitionierten Hobbygrillern um die Gunst der Jury, in deren Mitte ich als Food-Blogger neben zwei Profiköchen und einem Sportmediziner Platz nehmen durfte.


Gensinger Grillmeisterschaft: Heiße Schlacht an den Grills bei gefühlten Minus-Temperaturen

Einstellige Temperaturen, Sturmböen, dunkle Wolken: Ideales Grillwetter sieht anders aus. Doch zumindest blieb‘s trocken - und wer regionaler "Grillmeister" werden will, der muss schließlich bei jeder Witterung am Grill seinen Mann (oder seine Frau) stehen. Auch die Zuschauer der vom WochenSpiegel präsentierten "Gensinger Grillmeisterschft" ließen sich vom Aprilwetter nicht abschrecken, schauten den Protagonisten der zweiten "Gensinger Grillmeisterschaft" interessiert über die Schultern und wurden - pünktlich, als RPR1-Moderator Ralf Schwoll die Sieger bekanntgab - mit strahlendem Sonnenschein belohnt.

Sieger der Grillmeisterschaft in Gensingen
Das Siegerteam der Grillmeisterschaft: "Gensinger Bube".

Ebenfalls Grund zu strahlen hatten Frank Grundlich, Matthias Hendricks und Martin Schneider, die als "Gensinger Bube" insgesamt 451 Punkte bei der Jury einsammelten und damit am Ende ganz oben auf dem Siegertreppchen landeten. In den fünf Kategorien Harmonie, Aussehen, Garstufe, Geschmack und Kreativität hatten ihre Gerichte in den drei Wertungsrunden (vegetarisches Grillgericht, Fisch, Fleisch) von den vier Juroren insgesamt die höchsten Punktzahlen erhalten. Allerdings mit denkbar knappem Vorsprung: Für die zweitplatzierten "Beefeaters" (Stefan Klee und Julia Schömel) notierten meine Jurykollegen, die Profiköche Franz-Xaver Bürkle (Bad Münster am Stein) und Frank Hilgert (Bad Kreuznach) sowie Sportmediziner Dr. Christian Schulze, und ich gerade einmal vier Punkte weniger auf den Bewertungsbögen.

Grillmeisterschaft in Gensingen


Platz drei mit 436 Gesamtpunkten ging an die "Ellerbach Grillpiraten" Jörg und Leon Lohmann, Kalle Simon und Frank Dittrich. Damit trennten die ersten drei Plätze gerade einmal 15 Punkte. Ein deutliches Indiz für die Könnerschaft der Teams und die Güte der gegrillten Gerichte, die sich "im Vergleich zum Vorjahr nochmals gesteigert hat", wie Juror Franz-Xaver Bürkle betonte.
Auf dem vierten Platz mit 428 Punkten landete die "BBCrew" (Andreas Engelmann, Mike Petry, Mario Adamus). Platz fünf (401) ging an das Team der "Vor-Tour der Hoffnung", für das neben Dieter Saueressig und Hildegard Luber-Saueressig auch Staatssekretär Salvatore Barbaro am Grill stand. Platz sechs mit 397 Punkten ging an die "2 Minutenwender", gefolgt von den "Grillstürmern" Rainer Sturm, Nelu Albu und Michael und Gabriele Zimmermann mit 392 Punkten. Für die "Boijemaaschder" um Gensingens Bürgermeister Armin Brendel reichte es in diesem Jahr leider nur für Platz acht.

Grillmeisterschaft in Gensingen


Kleine kulinarische und optische Kunstwerke vom Grill

Je 20 Minuten Zeit hatten die Anwärter auf die Grillmeisterschaft, um zunächst ein vegetarisches Grillgericht, danach Wolfsbarsch und zuletzt zeitgleich Roastbeef, Schweinelachs und Lammcarree zuzubereiten.

Grillmeisterschaft in Gensingen


Gemüse, Käse und Kräuter, Essig und Öle, Obst und Gewürze, Ketchup, Senf und Mayonnaise, Butter, Tofu und vieles andere mehr fanden die Griller in den großen Warenkörben, aus denen sich alle Teams bedienen durften. Der Warenkorb an möglichen Zutaten war dabei für alle Teams identisch - lediglich Saucen und Marinaden durften die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mitbringen.


Grillgericht der Gensinger Grillmeisterschaft


Speziell in der vegetarischen Runde demonstrierten die acht Grillteams dabei eindrucksvoll, dass anspruchsvolle fleischlose Gerichte auch auf dem Grill gelingen können. Einige der engagierten Hobbygriller zauberten zudem auch optisch kleine Kunstwerke auf die Teller und glänzten mit ideenreichen Kreationen, wie man sie sonst eher aus der "kleinen Sterneküche" kennt.

Grillgericht der Gensinger Grillmeisterschaft


Als Siegerteam verdienten sich die "Gensinger Bube" nicht nur Ruhm und Ehre, sondern auch den Hauptpreis in Form eines Profi-Gasgrills im Wert von knapp 1000 Euro plus fünf Kisten Kirner Bier. Platz zwei wurde mit einem Globus-Einkaufsgutschein im Wert von 200 Euro belohnt, einen Gutschein über 100 Euro gab‘s für Platz drei.

Die Teams der Grillmeisterschaft in Gensingen
Acht Teams grillten um die Wette bei der "Gensinger Grillmeisterschaft 2017".

Fotogalerie zum Anschauen und Herunterladen

TIPP: Wer sich die rund 160 Fotos von der Grillmeisterschaft ansehen und auch Bilder herunterladen möchte, der gelangt hier zur Fotogalerie der Gensinger Grillmeisterschaft.

Jury der Grillmeisterschaft in Gensingen
Die Jury der Grillmeisterschaft in Aktion.

Grillmeisterschaft in Gensingen

Grillmeisterschaft in Gensingen

Grillmeisterschaft in Gensingen

Text: Robert Syska
Fotos: Robert Syska & Moderne Topfologie

Weinfrühling auf dem Panoramaweg in Bad Kreuznach


25|04|2017   Am Samstag und Sonntag, 29. und 30. April, wird der Panoramaweg auf dem Kauzenberg wieder zum Weinwanderweg: Hoch über den Dächern des Kurviertels laden sechs Bad Kreuznacher Winzerfamilien und das Staatsweingut zur achten Auflage des Kreuznacher Weinfrühlings ein.

Vor der einzigartigen Kulisse des Panoramaweges können Wein- und Wanderfreunde dann nicht nur den einmaligen Ausblick über Stadt und Umland genießen, sondern dabei gleichzeitig auch Tropfen von der Nahe der Jahrgänge 2015 und 2016 verkosten. Mit dabei sind neben dem Staatsweingut Bad Kreuznach die Weingüter Paul Anheuser, Anton Finkenauer, Carl Finkenauer, Jürgen Dhom, Philipp Dhom und Gemünden. Geöffnet sind die Weinstände am Samstag von 14 bis 20 Uhr und am Sonntag von 11 bis 20 Uhr.

Weil zu Wein und Wandern auch gutes Essen gehört, versorgt die Metzgerei Balzer Besucher des Weinfrühlings mit Bratwurst, Spießbraten und Pommes Frites. Dazu gibt es frischen Flammkuchen aus dem Holzofen, zubereitet von der Bäckerei Alfred Wenz. Mineralwasser zur Erfrischung steuert Staatl. Fachingen bei. Wer den Rundweg absolviert und dabei von jedem Winzerstand einen Stempel auf seiner Loskarte sammelt, kann übrigens einen von neun wertvollen Preisen gewinnen: Allen Teilnehmern winkt je ein Weinpaket der teilnehmenden Winzer, ein Schlemmerpaket der Metzgerei Balzer und ein Weinpräsent, gestiftet von der Kauzenburg.


Geführte Weinwanderung und offener Radonstollen

Zu den Sponsoren des Weinfrühlings gehört auch "Acuradon", die das Wein- und Wandererlebnis mit einem Tag der offenen Tür im einzigen Radonstollen Deutschlands am Fuße des Panoramawegs begleitet. Geöffnet ist der Radonstollen am Samstag von 14 bis 18 Uhr und am Sonntag von 11 bis 18 Uhr. Geboten werden Führungen alle halbe Stunde und umfangreiche Informationen zur Radontherapie bei Rheuma und Gelenkbeschwerden.

Passend zum Weinfrühling bietet die Gesundheit und Tourismus GmbH am Sonntag, 30. April, um 11 Uhr eine Wanderung über den Panoramaweg an. Los geht es an der Mannheimer Straße/Ecke Klappergasse. Beim Spaziergang durch die Weinberge erfahren die Teilnehmer viel Interessantes über die Vielfalt der Rebsorten, das Ökosystem Weinberg sowie die qualitätsorientierte Pflege der Weinkultur an der Nahe. An den Ständen der Winzer des  Weinfrühlings können sich die Teilnehmer bei kleinen Weinproben von der Qualität des Bad Kreuznacher Weines überzeugen. Teilnehmerbeitrag: 10 Euro (Weinverkostung inklusive).


Tipps für Besucher

Der Panoramaweg kann von zwei Seiten begangen werden:

  • Einstieg Klappergasse: Mannheimer Str. 82 (nach der Alten Nahebrücke). 
  • Einstieg Quellenhof: Nachtigallenweg 2 (gegenüber Kurpark). 

Parkmöglichkeiten finden sich im Innenstadt-Parkhaus, Mühlenstraße, (ca. fünf Min. Gehweg zur Klappergasse) und im Salinental (ca. fünf Min. Fußweg über den Nachtigallenweg zum Restaurant und Hotel Quellenhof). Die Wege sind ausgeschildert. Weitere Parkmöglichkeiten finden sich am Parkplatz An der Karlshalle, Brauwerk. Weitere Info zum Kreuznacher Weinfrühling: www.facebook.com/weinfruehling.kh

Weinfrühling auf dem Panoramaweg in Bad Kreuznach


Fischfilet auf buntem Linsengemüse mit Tomaten-Salsa


20|04|2017   Rot und braun, gelb und schwarz - heute treiben wir es bunt in der topfologischen Küche. Wir bereiten aus vier verschiedenfarbigen Linsen ein mit Salbei und Speckwürfeln dezent würzig-rauchiges Linsengemüse zu, bedecken dieses mit einer fruchtig-frischen Tomaten-Basilikum-Salsa und legen ein in der Pfanne gebratenes Fischfilet auf, das wiederum von ein wenig Tomaten-Salsa in Kombination mit gewürfelten schwarzen Oliven und Zitronen-Thymian gekrönt wird. Das Ergebnis: Ein kleines und feines Gericht mit frischer Anmutung für die leichte Sommerküche, den kleinen Hunger zwischendurch oder als Zwischengang eines Menüs. Auf geht's, bringen wir mit Linsen den Gaumen zu grinsen!

Fisch auf buntem Linsengemüse mit Tomaten-Salsa


Rezept für Fischfilet auf buntem Linsengemüse mit Tomaten-Salsa


Zutaten  |  für 4 Personen

  • 1 kleine Zwiebel
  • 2 Nelken
  • 2 Pfefferkörner
  • 2 Pimentkörner
  • 1 Lorberblatt
  • 1 Ltr. Mineralwasser
  • 1 TL Essig
  • 125 g braune Linsen
  • 125 g schwarze Linsen
  • 75 g rote Linsen
  • 75 g gelbe Linsen
  • 20 Kirschtomaten
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 EL Acetto balsamico
  • 2 Stängel Basilikum
  • Salz und schwarzen Pfeffer
  • 4 EL Olivenöl
  • 10 schwarze Oliven
  • 6 Stängel Zitronen-Thymian
  • 100 g gewürfelten Speck
  • 6 bis 8 frische Salbeiblätter
  • 600 g Fischfilets mit Haut (z. B. Zander oder Wolfsbarsch)


Zubereitung  |  ca. 60 Min.

  1. Den Backofen auf 140 Grad vorheizen. Die kleine Zwiebel halbieren und jede Hälfte mit einer Nelke und je einem Pfeffer- und Pimentkorn sowie einem halben Lorbeerblatt spicken. Die Linsen waschen und je nach Sorte laut Packungsangabe im Mineralwasser kochen. Die braunen und schwarzen Linsen zusammen in ca. 550 ml Mineralwasser kochen, eine halbe gespicke Zwiebel und einen halben TL Essig dazugeben. Die roten und gelben Linsen, die eine geringere Kochzeit haben, in einem zweiten Topf in ca. 350 ml Mineralwasser kochen. Die roten Linsen etwas zeitversetzt in das kochende Wasser geben, das diese eine kürzere Garzeit haben als die gelben. Eine halbe gespickte Zwiebel und einen halben TL Essig mit in Wasser geben. Die Linsen in beiden Töpfen jeweils bis ganz kurz vor dem perfekten Garpunkt kochen lassen. Dann die Linsen abgießen und im Bckofen warm stellen, das Kochwasser auffangen und dieses in einem Topf auf ca. 125 ml reduzieren.
  2. Für die Tomaten-Salsa die Tomaten würfeln. Aus 3 EL Olivenöl, dem Aceto, Salz und Pfeffer eine Vinaigrette anrühren. Die Basilikumblätter in Streifen schneiden. Kurz vor dem Servieren alles miteinander gut durchmischen.
  3. Die schwarzen Oliven fein würfeln, den Thymian bis auf 4 Stängelspitzen (dienen später der Dekoration) zupfen. Alles zusammen mit 1 TL Olivenöl verrühren und beiseite stellen.
  4. Die Speckwürfel in einer großen Pfanne anbraten, dann die in Streifen geschnittenen Basilikumblätter dazugeben, durchrühren und Pfanne vom Herd nehmen. Speckwürfel und Salbeiblätter entfernen und in einer kleinen Schüssel aufbewahren. Die Linsen in die Pfanne geben und bei mittlerer Hitze und unter gelegentlichem Rühren kurz (4 bis 5 Min.) anbraten, dann die 125 ml einreduziertes Linsenkochwasser angießen und fast vollständig einköcheln. Anschließen die zuvor zubereiteten Speckwürfel und Salbeiblätter unterrühren und die Linsen abgedeckt im Backofen warm halten.
  5. Die trocken getupften Fischfilets bei mittlerer Hitze in einer beschichteten Pfanne auf der Hautseite in 1 EL Olivenöl anbraten, bis die Haut schön gebraunt ist, dann auf die Fleischseite wenden und die Hitze ausschalten.

Anrichten

Einen Speise-Ring (7 bis ca. 10 cm max.) mittig auf die Teller setzen und ca. 1,5 cm hoch mit dem Linsengemüse füllen und andrücken. Darauf eine dünne Schicht von der Tomatensalsa auflegen. Dazu eine Gabel nutzen, damit nicht zu viel Salsa-Flüssigkeit auf die Linsen kömmt. (Die restliche Tomaten-Salsa separat zum Essen servieren.) Den Ring abziehen und ein Stück vom Fischfilet mittig auflegen. Salzen und pfeffern. Einige Stücke Tomatensalsa und etwas von der Oliven-Thymianmischung mittig auf das Fischfilet aufsetzen, einen Thymianspitze auflegen.

Fischfilet auf Linsengemüse mit Tomaten-Salsa und Oliven


Zubereitungstipp

Wie Du ein Fischfilet mit Haut kross anbrätst, dazu findest Du "7 Tipps für krosse Fischfilets" in meinem Rezeptbeitrag für Zanderfilets mit Champagner-Sauerkraut.