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Die Topfologie (gr. τόφος tópfos ‚Topf‘ und λόγος lógos ‚Lehre‘) bezeichnet in der Philosophie vor allem die Theorie der Beschreibung von Aromen und Phänomenen im Topfraum (Topfoshäre) als Teil der Außenwelt. Je nach Ausprägung kann sie als Teilbereich der philosophischen Metaphysik, der Phänomenologie oder der Sozial- und Kulturphilosophie angesehen werden.

Freie Enzyklopädie Wikipedia | 2014

Hallo!

Schön, dass Du erstmals (oder wieder) einen Blick in mein Netzlogbuch „Moderne Topfologie“ wirfst - dafür ein herzliches Dankeschön!

Wer ist das, dieser Topfologe? Was ist er für ein Topf-Typ: Schnödes Alu oder doch eher Gusseisen? Edelstahl, Edelstahl mit Kupferboden oder womöglich Kupfer pur? Was macht der Topfologe in diesem Blog (und jenseits davon)? Und vor allem: Warum macht er das, was er macht, genau so, wie er es macht? Alles Fragen, die sich Dir beim Streifzug durch die hier versammelten Blog-Beiträge möglicherweise nie stellen. Mir schon, weswegen ich den genannten (und weiteren) Fragen gerne einige Antworten entgegenstellen möchte.

Fragen hier, Antworten dort, was bietet sich bei dieser Kommunikationskonstellation besser an als die dialogische Form des Interviews? Nichts! Also: Wer will's machen? Du? Oder Du? Du vielleicht? Keiner? Na, dann mach' ich das halt selbst! Warum auch nicht, im „normalen Leben“ bin ich ja Journalist, kenne mich also mit dem Frage-Antwort-Spiel aus. Zudem habe ich so eine gewisse Gewähr, dass mir kein Verlegenheits- oder Heiße-Luft-Fragen gefragt werde. Also:


Der Topfologe, Autor des Blogs "Moderne Topfologie"


Interview mit einem Topfologen

Mittwoch | 12. Januar 2014

(Achtung, Achtung! Es folgt ein Interview mit schlappen 13 000 Zeichen. Wer für diesen moderat kurzen Text momentan keine Zeit hat, der scrollt bis ganz nach unten. Da gibt’s eine Blogbeschreibung in kurz - ist aber kein Vergleich. Zu finden ist dort auch der Link zum Interview, das die Redaktion von German Food Blogs mit mir geführt hat.)

(Band ab)

Guten Tag, Herr Brückner! Zunächst einmal vorab und außerhalb des Protokolls: Darf ich Sie, äh, duzen?

Nein!

Ähm, nun gut. Also . . . (Der Journalist wühlt etwas ziellos in einigen handschriftlichen Notizen, bis der Blick an einer mit gelben Textmarker hervorgehobenen Stelle eines beklecksten Zettel hängenbleibt.) 
Kaffee, denke ich, nach Farbe und Geruch zu urteilen vermutlich, nein, mit hoher Wahrscheinlichkeit Espresso, 70 Prozent Arabica, 30 Prozent Robusta, intensiv geröstet, Herkunft der Arabicabohnen offensichtlich aus . . .
Ähm, ach ja, also: Herr Brückner, Ihr Blog trägt den Titel „Moderne Topfologie“, ein deutlicher Hinweis darauf, dass es auch eine alte, ja, eine antike Topfologie gibt, deren Wurzeln weit über zwei Jahrtausende bis ins alte Griechenland zurückreichen.

Richtig, scharf erkannt.

Danke! Also: Der Nachsokratiker Aristopfannes steckte in Anlehnung an Platons Dialog „Symposion“ - „Das Gastmahl“ - in seinen in Fragmenten überlieferten Schriften zur Ontologie das Feld der Topfologie erstmals ab. Er benennt die Form (eidos) eines Einzeldings als dessen Wesen, das sowohl Ursache als auch Erklärung der wesentlichen Eigenschaften und Fähigkeiten eines Einzeldings in der Topfosphäre ist.

Wobei ‚eidos‘ weniger die äußere Gestalt als vielmehr die inhärente Struktur meint.

Äh, genau. Zugleich führt Aristopfannes an anderer Stelle aus, dass sich die Fähigkeiten und Eigenschaften eines Einzeldinges, also die Ausprägungen des ‚eidos‘ in der Sphäre des Topfos, nur beschreiben lassen, indem man auf die Tätigkeit Bezug nimmt, die zum Erfassen dieser Eigenschaften erforderlich ist.

Richtig: Kein Geruch ohne Nase - vereinfacht gesprochen.

Ha, ha, ha, ja, genau!  (Der Journalist reibt mit Daumen und Zeigefinger gedankenverloren über seinen Nasenrücken.)  Durch diesen Bezug auf die Tätigkeit als unumgänglichen 'Kanal' zur Bestimmung der Vermögen der Einzeldinge - und weiterführend des Verhältnisses der Einzeldinge untereinander - öffnet Aristopfanes - auch wenn er dieser Spur in seinen Werken nicht weiter nachgeht - eine Hintertüre zur Einführung relativierender Faktoren wie Zeit und Umfeld. Zugleich eröffnet er einen Weg, der - bis zum Ende beschritten – direkt zum topfologischen Subjektivismus führt.

Ja, richtig. Durch diese Hintertüre ging später Painados von Rhodos, Schüler des Aristofannes, der in seinem esoterischen Schrift . . .

. . . „Mythos - Logos - Topfos“, dessen Bedeutung für die Topfologie erst durch ihre Dissertation „Diesseits und jenseits der Ordnung: Versuch einer Re- und Dekonstruktion der topfologischen Anschauung des Painados von Rhodos“ weltweite Beachtung und Anerkennung fand.

Hm, danke für die Blumen.

Und dies - wie ich einfach anmerken muss - völlig zu Recht, denn ohne ihre Dissertation, die ich übrigens mehrfach mit größtmöglichem Vergnügen gelesen habe, 
 Jetzt reichts aber, ganz schön dick aufgetragen. 
stände die Topfologie heute in der Hierarchie der Wissenschaften bei weitem nicht da, wo sie momentan berechtigterweise steht und
Schleimer!
von nun an wohl immer stehen wird.

Im Abseits?

Wie bitte? Äh, nein, nein, natürlich nicht im Abseits. Im Gegenteil. Sie ist ja quasi die Spitze, ach, was sage ich, die Krone der philosophischen . . .

Ist gut!

Aber ich wolle doch nur . . .

Ja, ist gut jetzt!

Hm. Gut, also zurück zu Painados von Rhodos: In Abgrenzung zur Vier-Aromen-Lehre des Empedokles spannt Painados in der Sphäre des Topfos ein mehrdimensionales Koordinatensystem mit den primären Parametern Ort (tópos), Zeit (aión) und Gemeinschaft (pólis) auf, um die Attribute und Vermögen der Wesenheiten innerhalb der Topfosphäre zu bestimmen. Ein Sichtweise, die - angestoßen durch ihre Dissertation - letzten Endes direkt zur topfologischen Wende, zum ‚potish turn‘ in den Geisteswissenschaften führte. Ein bedeutender Paradigmenwechsel, denn die Berücksichtigung von Ort-, Feld- und Raumkategorien in der Philosophie sowie den Kultur- und Sozialwissenschaften hat zur Folge, dass der Topfos wieder als das wahrgenommen wird, was er ist: eine kulturelle Größe.

Exakt!

Gemäß der neuen Raumauffassung wird die Topfosphäre nicht mehr als einen Behälter verstanden, in dem sich Einzeldinge und Phänomene wie zum Beispiel die Aromen befinden. Stattdessen erscheint der Topfos auch als Ergebnis sozialer Beziehungen, als etwas, das den Interessen, den kulturellen Prägungen und dem Handeln einzelner Personen und Personengruppen entspringt. Der reale topfologische Raum wird durchformt von der sozial und kulturell überformten Raum-Wahrnehmung beziehungsweise Raumkonstruktion, die für das Subjekt oder die Subjekte dominant ist.

Ja! Die Phänomene in der Topfosphäre, ja, die Topfosphäre selbst lassen sich nicht mehr als Entitäten, als unveränderbar Seiendes verstehen. Was die und was in der Topfosphäre ist, ist bedingt durch die soziokulturelle überformte Wahrnehmung des Subjekts und der Subjektgruppen.

Will heißen: Eine Gruppe von Inuit wird - unter identischen Raum-Zeitbedingen - Phänomene in der Topfosphäre gänzlich anders wahrnehmen, klassifizieren und als Seiendes beschreiben als eine Gruppe Europäer. Die Selbstständigkeit der Existenz einer Entität lässt sich also maximal in Bezug auf ein Diskursuniversum behaupten, was uns direkt in das Herz der topfologischen Dekonstruktion des französischen postmodernen Philosophen von Jacques Derrida führt, der in seinem Hauptwerk „Die Handschrift des Kochs und die Differenz“ zu dem Schluss gelangt: Es gibt keine aromatische Interpretation, keinen kulinarische Sinnstiftung, die der Verräumlichung und Verzeitlichung sowie dem differentiellen Gefüge der Signifikantenbeziehungen entgehen könnte. Derrida entlarvt den von ihm kritisierten europäischen „Aromazentrismus“ als Fiktion, als bloße Unterstellung einer Direktheit des Bezugs zu intendierten Bedeutungen in durch das sprechende Subjekt kontrollierten Äußerungen als Vermittlungen eines gleichzeitig intuierten Sinnes zur . . .

Hallo!

Äh, hallo, was?

Interview!

Wie bitte?

Du fragen, ich antworten!

Äh, duzen wir uns jetzt doch?

Nein! Aber immerhin - eine Frage.

Was?

Nicht was. Wie bitte. Ich meine, es wird langsam Zeit, dass Sie ein paar Fragen stellen, anstatt hier zu dozieren.

Tschuldigung, ich dachte ja nur, dass . . .

Nicht denken, fraaaaaaaagen!

Ok, ok!  (Der Journalist wühlt etwas ziellos in einigen handschriftlichen Notizen, bis der Blick an einer mit gelben Textmarker hervorgehobenen Stelle eines beklecksten Zettel hängenbleibt.)  
Kaffee, denke ich. Nach Farbe und Geruch zu urteilen vermutlich, nein, mit hoher Wahrscheinlichkeit Espresso, 70 Prozent Arabica, 30 Prozent Robusta, intensive Röstung, Herkunft der Arabicabohnen offensichtlich aus . . . Moment, das kommt mir irgendwie bekannt . . .
Ähm, ach ja, also: Herr Brückner: Wie sind Sie zur Topfologie gelangt?

Nun, quasi auf dem zweiten Bildungsweg. Von Hause aus bin ich ja Germanist und Philosoph. Beides studierte ich an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn, nach 16 bewegten Semestern hatte ich 1995 den Grad des Magister Artium in der Tasche, die bis dahin zumeist immer ziemlich leer war und nun gefüllt werden wollte. Nach dem Studium ging es also in die Berufsfindungs- und parallel in die Familiengründungsphase. Da ich durch das Studium ans Schreiben gewöhnt war, blieb ich dabei und tippte mich - und nach 1998 auch Ehefrau und zwei Kinder - zunächst als freier Journalist und dann als Redakteur in Festanstellung durch. Job, Familie, das lief alles ganz gut. Aber meiner bis dato intensiv gefrönten Leidenschaft, dem WWK . . .

Dem was?

Ähm, Wildwasserkajakfahren, kurz WWK.

Ok.

Also, dem WWK konnte ich nicht mehr allzu intensiv nachgehen. Aber was tun, wenn hier und da noch ein paar Minütchen freie Zeit übrig blieben. Nun, es war im Jahr 1999, als ich „Sie“ im Vorbeigehen in einem Haushaltswarenfachgeschäft sah. Auf einem Angebotstisch, getaucht in einen magischen Lichterglanz: die Sauteuse.

Die Sau was?

Sauteuse. Eine Schwenkpfanne. Von Schulte-Ufer. Mit Kupferboden. Die kaufte ich mir damals, nur so, weil sie so schöne Kurven hatte. Was macht Koch damit wohl - außer Babybrei oder Kakao erwärmen? Da lässt sich bestimmt was finden, dachte ich. Und tatsächlich, da gab es etwa. So stolperte ich eher zufällig auf den Weg der Topfologie. Ratzfatz war dann der Entschluss gefasst: ein Fernstudium muss es sein. Peu à peu wurde das für die Studienpraxis erforderliche Material aufgestockt, der Sauteuse folgten ein großer Pastatopf, schmiedeeiserne Bratpfannen, gusseiserne Schmortöpfe und, und, und. Das ganze vollzog sich nicht ohne gelegentliches Kopfschütteln von Familie und Freunden, welches besonders ausgeprägt wurde, als der ‚Topfologe in spe‘ eines Tages eine hochwertige Spüle  - aus einem Ausverkauf - und kurz darauf einen neuen großen Gasherd (im Angebot) mit nach Hause brachte. Kopfschütteln, das sich legte, denn die Studienerfolge am Herd blieben nicht aus. Meine praktische Abschlussarbeit aus dem Jahr 2004, ein Sechs-Gänge-Menü unter dem Motto „Traum in Weiß“, ließ skeptische Stimmen verstummen - mit vollem Mund lässt es sich halt nicht gut kritteln.

Welchen Dozenten waren während des Studiums für Sie prägend?

Nun, zuvorderst Wolfram Siebeck, der sich als Streiter für Essen und Trinken von höchster Qualität und zugleich als begnadeter Polemiker gegen Fast Food und Fertiggerichte hervortat. Noch näher fühlte ich mich allerdings Jürgen Dollase, dem „alter Krautrocker“, wie er - unter der Hand - von seinen Studenten genannte wurde. Dollase sprach sich fachlich äußerst fundiert und zugleich sehr sympathisch gegen eine alleinige Orientierung an der Haute Cuisine und für eine „demokratische Esskultur“ aus. Das guter Geschmack schon mit einfachen und - auch dies ist ein zentrales Anliegen Dollases - mit regionalen Zutaten erreichbar ist, das wird von mir auch heute noch jederzeit unterschrieben. Dass ‚guter Geschmack‘ von jedem erlernbar ist, ebenfalls eine Dollase-These, nun ja . . .

Und nun also ein Food-Blog. Warum erst jetzt? Ihr Abschluss in Topfologie liegt doch nun bereits fast zehn Jahre zurück?

Na, da fragen Sie was. Hm, wie soll ich das erklären. Nun, velleicht kennen Sie das auch: Manche Sachen betreibt man eine lange Zeit intensiv, aber dann ist es irgendwann auch Zeit, sich neuen Dingen zuzuwenden. So war es bei mir nach dem Topfologie-Studium. Sich sofort freitags nach der Arbeit an die Töpfe schwingen und bis sonntagabends mehr oder weniger beständig durchkochen, das war es halt irgendwann nicht mehr. Ok, hätte ich eine Brigade zur Hand gehabt mit Souschef, Demi Chef de Partie und Commis de Cuisine plus einer Garde von Spezialköchen für Vorspeisen- und Beilagen, für Soßen, Fisch und Braten, vielleicht sogar einen Cocottier, einen Eierkoch, ja, so etwas gibt es, tja, dann hätte ich möglicherweise noch Jahre so weiter gemacht. Hatte ich aber nicht. Und so kam irgendwann der Tag, an dem die Töpfe zwar nicht gänzlich kalt wurden, ich mich aber neuen Gestaden zuwandte.

Als da wären?

Nun, gut Essen und gut Trinken, das gehört ja zusammen. Während meiner Beschäftigung mit dem Kochen entwickelte ich parallel ein Interesse für Wein, und das mündete dann kurzerhand in dem Entschluss, selbst Wein zu machen. Das war es dann also: Der Kochlöffel wurde durch eine Rebschere ersetzt und statt am Herd stand ich zwischen 2004 und 2012 in meiner freien Zeit im Weinberg, gab meinen 420 liebenswerten Riesling-Rebstöcken Vornamen und ließ jedem davon Blatt für Blatt und Traube für Traube eine individuelle händische Behandlung zukommen.

Und nun nicht mehr?

Nein, leider nicht. Meine Tage als Nebenher-Winzer sind gezählt. Nach einem Umzug hatte ich nicht mehr die räumlichen Möglichkeiten, Wein bei mir auszubauen. Nun ja, das Equipment habe ich ja immer noch, wer weiß . . .

Und nun wird im Web statt im Wingert geackert.

Ja. Eine neue Spielwiese, auf der ich mich tummeln und viel von meinen bisherigen Tätigkeiten einfließen lassen kann - von meiner journalistischen Arbeit, von meinen Kocherlebnissen und den Erfahrungen aus dem Weinbau. Klar, zuvorderst wird gekocht, aber im Blog wird auch die eine oder andere Geschichte zum Thema Wein zu lesen sein. Reportagen aus der Genusswelt sind - wenn meine Zeit die Produktion erlaubt - auch vorgesehen. Zudem möchte ich Nachrichten rund ums Essen und Trinken weitergeben, so zum Beispiel zu Food- und Weinveranstaltungen, die sich für einen Besuch anbieten. Und nicht zuletzt möchte ich von Veranstaltungen, die ich besuche, ein Feedback geben. Also: Auf ‚Moderne Topfologie‘ wird es immer wieder etwas Neues zu entdecken geben.

Dann wünsche ich Ihnen viel Erfolg mit Ihrem neuen Projekt.

Vielen Dank!

(Band aus)

Ok, geschafft. Das lief doch ganz gut, war ja fast schon ein kleiner Interview-Marathon, ha, ha, ha.

Ja, stimmt. 
Schmierenjournalist, der hat von Interviewführung doch keine Ahnung.

So. Da ich unser Gespräch per Diktafon aufgezeichnet habe, besteht ja keine Notwendigkeit, die schriftliche Fassung von Ihnen autorisieren zu lassen. Ist ja eh eine grassierende Unsitte, dass sich kaum ein Medium wagt, ein Interview ohne Autorisierung abzudrucken. Oder?

Ja, genau, da haben Sie vollkommen recht. Früher gab‘s diese journalistische Marotte überhaupt nicht. Ach, übrigens, bevor ich‘s vergesse: Dass mir das Interview hier ja nicht in die Veröffentlichung geht, bevor ich es gegengelesen habe. Da ist das ein oder andere noch zu ändern - weiß ich schon jetzt.

Ähmmmm . . . . . ok!

(Abgang)


MoToLogie - eine Kurzbeschreibung für Eilige

Ich esse, also bin ich. (René Des'a'la'cartes) Und bleibe erhalten. Essen ist eine Notwendigkeit, Essen zubereiten eine tägliche Pflicht. Zugleich ist die Zubereitung von Speisen eine der variantenreichsten Kulturtechniken. Das Kochen und Essen ist umrankt von soziokulturellen und individuellen Riten und Gebräuche, die Rezeptvielfalt in den unterschiedlichen Kulturen ist grenzenlos und die Möglichkeit zur Variation ein und desselben Gerichtes breit gefächert.

Kochen ist Kommunikation, Lebensfreude und Lust. Kochen sorgt für Entspannung und zugleich für Spannung bei Entdeckungsreisen in neu kulinarische Länder. Wer mit Leidenschaft kocht, will mehr als satt werden. Davon will „Moderne Topfologie“ erzählen - mit Einblicken in die eigenen, in befreundete und fremde Töpfe, mit Ausblicken in die Wein- und Genusswelt und mit Tipps rund ums Kochen, Essen, Ausgehen - individuell und facettenreich, mit Lust auf neue kulinarische Erfahrungen, aber stets mit (kochtechnischer) Bodenhaftung.

Viel Spaß beim Lesen und (Nach)Kochen!


Übrigens: Rückmeldung sind ausdrücklich erwünscht!

Wie hat Dir ein Rezept gefallen? Hast Du es nachgekocht und wie war das Resultat? Hast Du zu einem Rezept einen persönlichen Zubereitungstipp oder eine Anregung für eine Variante? Dann hinterlasse einen Kommentar. Folgen kannst Du der „MoToLogie“ per RSS-Feed / Bloglivin' und E-Mail-Benachrichtigung, auf Google+, Facebook und Twitter, via Pinterest und Blogger. Und wenn Dir ein Beitrag gut gefällt, dann teile Ihn mit Deinen Freunden - zum Beispiel über die „ShareThis“-Buttons, die Du unter jedem Post findest.



Weitere Interviews


 Der Food Fight Club ist eröffnet

Puh, rund 40 Fragen hat die Redaktion von German Food Blogs (GFB) zum Interview mit dem Topfologen mitgebracht, die wollen's wohl genau wissen. Ok, bitteschön, ihr habt's nicht anders gewollt. Hier sind sie, die Antworten, ungefiltert, ungeschminkt, frei heraus. Zum Beispiel diese hier: „Die erste Regel des Food Fight Club lautet: Ihr verliert kein Wort über den Food Fight Club! Die zweite Regel des Food Fight Club lautet: Ihr verliert KEIN WORT über den Food Fight Club! Die dritte Regel des Food Fight Club lautet: Vergiss nie: Dein Blog ist NICHT der Food Fight Club!“
Du möchtest wissen, auf welche Frage von German Food Blogs das meine Antworten ist? Dann lies hier das gesamte Moderne Topfologie Interview von GFB.


Kugelfisch? Gelingt mir nicht immer

Wow! Mein Food & Wine Blog Moderne Topfologie wurde im Web-Adressbuch 2017 im Sonderteil Feinschmecker-Special / Kategorie Foodblogs als einer der besten Blogs Deutschlands ausgezeichnet. Danke dafür! Ergänzend wurde auf der Web-Adressbuch Website ein Interview mit mir veröffentlicht. Schaue es Dir doch mal an! Dann erfährst Du auch, welche Zutat ich für einen echten Alleskönner halte und welches Gericht mir (fast) nie gelingt. Hier gehts zum Moderne Topfologie Interview vom Web-Adressbuch.

Kommentare :

  1. Schöne Beiträge, besonders zum Thema Wein! Aber wo ist die Verbindung zum antiken Griechenland? Meine Vermutung: Oinos bildet einen Anfangsreim mit Eudaimonia. Glücksseligkeit höchstens mit gluck gluck. Letzteres klingt eher nach Bier (ist eben deutsch). Deshalb die Entscheidunge fürs Altgriechische. Wie mache ich mich?
    Übrigens: bei dem Schwerpunkt auf Wein, müsste es nicht "Kelchologie" heißen (vom altgrichischen "Kelchos")?

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    1. Hallo! Zum einen: Ja, die von Dir entdeckte Spur ist - denke ich - richtig. Eudaimonia (Glückseligkeit, Wohlergehen, innere Gelassenheit) verweist von der Wortgenese her ja auf eudaimon, was „mit einem guten Daimon verbunden“ bedeutet. Diese Verbindung zu einem guten „Daimones“, also Gott oder gottähnlichem Geister, wird durch alkoholische Getränke begünstigt - nicht umsonst ist bei jenen ja auch von Spiritus (Atem, Geist) die Rede. Sprich: Ein maßvoller Genuss von Oinos (Wein) fördert die Eudaimonia. Zu viel des guten Weingeistes sollte es dann aber auch nicht sein, denn sonst wird aus dem Daimon ein Kakodaimon, also ein plagender, schlechter Dämon.
      Zum anderen: Nun ja, im antiken Griechenland wurden wahrscheinlich im Alltag eher Schalen (Skyphos) und nicht Kelche zum süffeln genutzt. So oder so: Wein spielt hier im MoTo-Blog zwar eine wichtige Rolle, ist aber nur eines der Phänomene rund um die Topfoshäre, deren Betrachtung und Durchmessung das Hauptanliegen ist. Daran werde ich weiter arbeiten - und Du wirst hoffentlich noch häufig vorbeischauen!
      Viele Grüße!
      Kai

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